Fauna

Affe, Fleischfressende

Fleischfressende Affen sind große und kräftige Primaten, mit einem meist tiefschwarzen oder, eher seltener, schneeweißen Fell. Ihre Augen sind meist rötlich und sind dafür geeignet, dass das Tier bestens im Dunkeln seine Beute gut sehen kann. Sie weisen einen robusten, stämmigen Körperbau auf. Sie sind stehend etwa 1,50 bis 2,00 Meter hoch, wobei sie meist die Knie etwas gebeugt halten und die Weibchen stets kleiner sind als die Bullen. Wie alle humanoiden Affen sind sie schwanzlos. Das Gewicht liegt zwischen 100 und 120 Kilogramm bei den Weibchen und 200 bis 240 Kilogramm bei den Männchen. Berichten von Naturforschern zu Folge soll wurden sogar Bullen mit einem Gewicht von bis zu 300 Kilogramm gesichtet. Im Allgemein gilt auch, dass die weißpelzigen Fleischfresser kleiner und leichter sind als ihre dunkelhaarigen Vettern.

Wie bei allen humanoiden Affen sind die Arme deutlich länger als die Beine. Die Hände sind sehr breit und mit großem Daumen. Die Hände sind zudem kurzen, aber kräftigen und sehr scharfen Krallen ausgestattet, mit der sie ihre Beute zerlegen können. Das Gesicht, die Ohren, die Handflächen und Fußsohlen sowie bei älteren Männchen die Brust sind unbehaart. Dafür entwickelt sich bei älteren Männchen ein silbergraues Rückenfell, weswegen sie auch als „Silberrücken“ bezeichnet werden.

Der Kopf der Tiere ist durch die verglichen mit anderen Primaten kurze Schnauze charakterisiert; die Nasenlöcher sind groß, Augen und Ohren hingegen klein. Auffallend sind die ausgeprägten Überaugenwülste. Die Affen besitzen sowohl lange und scharfe Reiß- und Schneide wie auch breite Mahlzähne, die zum Verzehr von pflanzlicher sowie auch fleischlicher Nahrung bestens geeignet sind. Die Eckzähne sind verhältnismäßig groß und hauerartig und bei Männchen deutlich größer als bei Weibchen.

Die Affen besitzen eine für Tiere recht hohe Intelligenz, welche sie dazu befähigt, durch Laute, Gesichtsausdrücke, Körperhaltungen und Kraftdemonstrationen miteinander zu kommunizieren, primitive Werkzeuge zu benutzen, ihre Angriffe zu koordinieren und ihre Beute in eine Falle locken zu können. Bei ihrer Beute handelt es sich meistens um kleiner Affen und andere kleinere Tiere der Urwälder. Allerdings hörte man auch schon in manchen Fällen davon, dass die Affen eigene Artgenossen oder sogar vor Menschen und anderen Humanoiden angegriffen und getötet haben sollen.
Wegen ihrer hohen Intelligenz, Lernwilligkeit und ihres teilweise recht brutalen Verhaltens, waren diese Tiere schon immer unter wohlhabenden Königen beliebt, welche sie als Wächter für ihre Schatzkammern gezüchtet und trainiert haben.

Fleischfressende Affen haben ein polygynes Paarungsverhalten, das heißt nur das dominante Männchen pflanzt sich mit den Weibchen der Gruppe fort. Die Tragzeit beträgt ähnlich wie bei den Menschen bis zu 9 Monate. In der Regel kommt ein einzelnes Jungtier zur Welt, Zwillinge sind selten. Neugeborene wiegen rund 2 Kilogramm, mit drei Monaten können sie krabbeln und reiten danach mehrere Jahre auf dem Rücken der Mutter. Nach drei bis vier Jahren werden sie entwöhnt. Das Geburtsintervall liegt dementsprechend bei 3,5 bis 4,5 Jahren – außer wenn das Jungtier früher stirbt. Es wurde auch schon beobachtet, dass das dominante Männchen männliche Jungtiere tötet, um Nebenbuhler zu vermeiden.

Die Tiere leben hauptsächlich in dichten Gebirgswäldern in Gruppen von 2 bis 20 Tieren, wobei die Gruppe im Normal aus einem Bullen, zwei bis vier Weibchen und der Rest Jungtiere besteht. Sie sind aber auch in flacheren Waldgegenden und Steppen zu finden. Die Tiere sind gute Kletterer, wobei sie Bäume mit bis zu 40 m Höhe ohne weiteres erklimmen können, während es auf dem Boden zwar schwer und behäbig wirken, aber trotz allem ein beachtliche Tempo an den Tag legen können, wenn es darum geht Beute zu jagen oder das Revier zu verteidigen.

Im Vergleich zu den hauptsächlich vegetarischen Affenarten sind die Fleischfresser nachtaktiv, wobei sie aber schon ab dem frühen Nachmittag aktiv werden und bis tief in die Nacht hinein jagen.

Wenn die männlichen Jungtiere in einer Gruppe erwachsen sind, verlassen sie entweder die Gruppe, um eine eigene zu gründen oder unterwerfen sich dem dominanten Männchen. Wenn eines der Jungtiere versucht, den Leitbullen herauszufordern, kommt es oft vor, dass es von ihm getötet wird.